Ernte-Tour 2017, Tag 1: Rucola

Der erste Tag der Ernte Tour 2017 führte uns zur Familie Traub ins schöne Neckartal und zur Vitfrisch Gemüse-Vertrieb eG in Neckarsulm. Ein Reise-Bericht mit inspirierenden Fotos und Video-Interviews, Multi-Funktions-Traktoren sowie einer köstlichen Weltpremiere.

Andreas Traub / Rucola. Ernte Tour 2017.

Andreas Traub auf seinem Multi-Funktions-Traktor, der den Rucola mäht und schneidet. Ernte Tour 2017, Foto: BVEO

Die Traubs – Senior Andreas und sein Sohn Roland – sind passionierte Rucola-Bauern; absolute Spezialisten, wenn es um den charismatischen Salat italienischen Ursprungs geht. In der hügeligen Landschaft im Neckertal, umrahmt von schönen Weinbergen, entschlossen sich die Traubs vor ca. 15 Jahren, sich auf den Anbau von Rucola zu konzentrieren. Rucola kann nicht jeder und er wächst auch nicht überall gut. Sandiger, leicht lehmhaltiger Boden mit reichlichem Nährstoffgehalt und Feuchtigkeit zur rechten Zeit sind notwendig, um diese würzige Salatsorte mit Erfolg anzubauen.

Der Siegeszug der Rauke

Lange Zeit war Rucola in Deutschland eher als Rauke bekannt und irgendwie auch nicht recht beliebt – vielen Deutschen waren die senfhaltigen Blätter einfach zu scharf. Erst seitdem Deutschland seine Liebe zur italienischen Küche und einer neuen bisweilen ungewöhnlichen Geschmackskultur entdeckte, ist der Rucola auf unseren Tischen zuhause. Wenn Deutschland heute einen Gemüse-Superstar suchen würde, hätte Rucola erstklassige Chancen, ganz oben auf dem Treppchen zu landen. Denn Rucola gehört zu den kulinarischen Aufsteigern der letzten 20 Jahre und geht ohne Übertreibung als Trendkraut durch.

Übrigens war Rucola im alten Rom schon sehr geschätzt – man sagte ihm sogar aphrodisierende Wirkung nach. Und auch die Germanen, die das Blattgemüse nach der Eroberung des Römischen Reiches überhaupt erst in den Mittelmeerraum brachten, verwendeten Rucola als Potenzmittel.

Interview auf dem Feld

Andreas und Roland Traub sprachen mit uns über Frische, die Schärfe der grünen Blätter und wie das leckere Grün zu uns an den Tisch kommt.

Rucola Ernte, Ronald Traub Rucola Ernte, Ronald Traub, Ernte-Tour 2017. Foto: BVEO

Raus auf’s Feld!

Genau genommen auf’s Rucola-Feld direkt am Neckar-Schiffahrtskanal. Mit dem Multi-Funktions-Traktor wird der Rucola gemäht, geschnitten, vorsortiert und in Kisten eingesammelt. Das geht auf dem Erntewagen ruckzuck. „Denn unsere rumänischen Erntehelfer sind routiniert und engagiert bei der Arbeit“, lobt Roland Traub seine Saisonkräfte. „Hier sitzt jeder Handgriff, bei jedem Wetter, bei jeder Tageszeit.“

Wie wichtig diese Kräfte für unsere Landwirtschaft sind, wird deutlich, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass stolze 300.000 SaisonarbeiterInnen jährlich unsere Ernte mit einfahren. Gezahlt wird der gesetzliche Mindestlohn. Oft gibt es auch Akkordzulage. Viele der Saisonarbeiter kommen regelmäßig und schon seit vielen Jahren zur Ernte bei ihren Bauern zurück – sicher weil sie hier gut verdienen. In den drei Monaten etwa ein durchschnittliches rumänisches Jahresgehalt. Aber auch weil sie sich hier geachtet und freundlich behandelt fühlen.

Die Familie Traub erntet wie die meisten Rucola-Bauern 4-6 mal pro Jahr. Von der Saat bis zur Ernte braucht der Rucola 4-6 Wochen. Gut verpackt und kühl gelagert hält sich Rucola ca. 5 Tage frisch.

Frischer Rucola, blauer Himmel Frischer Rucola, Ernte-Tour 2017. Foto: BVEO

Und nach der Ernte auf dem Feld?

Nach dem Schnitt auf dem Feld kommen die Kisten mit den Blättern schnell auf den Hof und werden hier gewaschen, trocken geschleudert, nach Gewicht portioniert, verpackt und auch gleich etikettiert. Ein ziemlicher Stress. Besonders wenn plötzlich die Portionierungs-Maschine lahmt und dramatisch an Tempo verliert.

Die zarten, gezähnten Blätter scheinen sich ausgerechnet heute gerne zu verhaken. Roland verliert fast ein Drittel an Zeit. Die pünktliche Auslieferung der Ware zur genossenschaftlichen Handelsorganisation Vitfrisch Gemüse-Vertrieb eG ist unverrückbar. Denn sie sorgt dafür, dass der Rucola schon am nächsten Tag erntefrisch in den Handel und zum Kunden kommt. Doch Roland behält Nerven und Humor und beschert uns auch noch eine Weltpremiere… (nach der Bildergalerie mehr dazu)

 

Unser Rucola-Tag bei Familie Traub: Bilder-Galerie

Rucola-Pesto á la Roland Traub – direkt auf dem Feld zubereitet und serviert.

Einfach, genial und unglaublich lecker gemacht mit nur vier Zutaten.
Man nehme: ca. 200 g frischen Rucola, 250 ml Olivenöl, 150g Walnüsse und 250g Grana Padano – mehr ist nicht nötig. Alles in den Mixer. Fertig! Kein Salz, kein Pfeffer, würzen unnötig, denn die Produkte wirken von selbst.

Pasta mit Rucola-Pesto – eine Köstlichkeit! Und besonders lecker mit einem kühlen Riesling aus dieser wirklich geschmackvollen Gegend Deutschlands!

Prost! Wir stoßen mit einem heimischen #Riesling an. Was für ein wunderbarer 1. Tag unserer #erntetour17! Vielen Dank für die wunderbare Zeit in #Heilbronn liebe Familie Traub! Wir haben viel gelernt und werden bald noch ausführlicher darüber berichten. Das Rezept für das Pesto verraten wir dann natürlich auch! #selbstgemacht #dinner #bveo #pestopasta #badenwürttemberg #riesling #obstundgemuese #vomackeraufdenteller #erntefrisch

Ein Beitrag geteilt von Deutschland – Mein Garten. (@deutsches_obst_und_gemuese) am

Dateien zum Download

Bitte beachten Sie, dass Sie mit dem Download des Bildmaterials die folgenden Bedingungen anerkennen:
  • Die Nutzung des Bildmaterials ist nur mit Quellennachweis "BVEO" oder „Deutschland – Mein Garten." an Bild und Text gestattet.
  • Die Copyrights müssen vollumfänglich genannt werden.
  • Alle Bild- und Text-Daten dürfen nur für Zwecke der Information über Obst und Gemüse verwendet werden.
  • Eine Weitergabe an Dritte sowie die Veränderung des Datenmaterials ist nicht gestattet.
  • Eine erneute Verwendung zu einem anderen Zeitpunkt oder Zweck bedarf einer erneuten Genehmigung durch das Pressebüro Deutsches Obst und Gemüse.
Wir freuen uns über ein Belegexemplar oder eine kurze E-Mail, wenn Sie unser Material nutzen.

Diesen Artikel teilen