Das 1×1 der Kürbissorten – von Butternut bis Sweet Dumpling

Kürbisse gehören zu den beliebtesten Herbst- und Wintergemüsearten und haben vor allem rund um Halloween Hochsaison. Welche leckeren Kürbissorten es neben Hokkaido, Butternut und Spaghetti-Kürbis noch gibt, erfahren Sie hier.

Kürbisse (c)BVEO/shutterstock/Krysztof Slusarczyk

Ob als Kürbissuppe, gebacken aus dem Ofen, gefüllt oder zum Schnitzen: Kürbisse gehören zum Herbst wie buntes Laub und dicke Jacken. Besonders an Halloween sind sie als Dekorations-Objekte gefragt. Wir haben uns auf die Suche nach den beliebtesten Kürbissorten gemacht und stellen Ihnen alte Bekannte, aber auch viele neue Kürbissorten vor, die Sie so vielleicht noch nicht kannten.

1. Hokkaido

Hokkaido-Ernte (c)BVEO/Hendrik Haase

Er gehört zum beliebtesten Herbstgemüse der Deutschen überhaupt und das obwohl er alles andere als ein urdeutsches Gewächs ist. Der Hokkaido stammt nämlich von der gleichnamigen japanischen Insel, wo er auch ganz anders, nämlich „Uchiki Kuri“ heißt. Seit den 1990er Jahren ist er in unseren Breiten heimisch und mittlerweile so beliebt, dass er den Kürbismarkt klar dominiert! Von Ende August bis in den Winter findet man Hokkaidos erntefrisch in jedem Supermarkt. Sie sind rund, gerippt, mittelgroß und außen wie innen leuchtend orange. Obwohl sie zu den Riesenkürbissen zählen, sind Hokkaidos mit einem Durchschnittsgewicht von ein bis zwei Kilo eher klein und ideal für ebensolche Haushalte geeignet. Was besonders auf die Beliebtheit dieser Sorte einzahlt, ist neben dem schmackhaften, festen und faserarmen Fruchtfleisch, die leichte Verarbeitung. Die Schale ist nämlich so dünn, dass sie problemlos mitgekocht und -gegessen werden kann. Geschmacklich erinnert der Hokkaido an Maronen – ein Aroma, das mit Ingwer und Chili perfekt zur Geltung kommt.

Geeignet für: Suppe, Püree, Risotto oder Kürbiskuchen. Aber auch gebackene Hokkaido-Spalten sind eine leckere Beilage.

2. Butternut-Kürbis

Butternut-Kürbis (c)BVEO/Julia Dorenwendt

Ganz oben in der Beliebtheitsskala rangiert auch der nicht allzu große, zwischen 1 bis 3 kg schwere Butternut- oder Butternusskürbis. Anders als der Hokkaido hat der zu den Moschus-Kürbissen zählende Butternut eine blass-gelbliche, glatte Schale und ist birnenförmig. Sein Fruchtfleisch ist hellorange und hat ein feines, leicht süßliches Butteraroma. Gepaart mit der buttrigen Konsistenz macht ihn das zu einem Allrounder, der als Suppe, geröstet oder im Salat schmeckt und sich noch dazu gut verarbeiten lässt. Die dünne, dafür aber recht harte Schale lässt sich am besten mit einem Sparschäler abziehen. Grundsätzlich kann sie zwar mitgegessen werden, braucht aber recht lange bis sie weich wird. Für Zubereitungsarten, bei denen der Butternut nur kurz gegart wird, empfiehlt sich dieser Arbeitsschritt also unbedingt.

Geeignet für: Suppen, als Kürbis-Pommes oder gefüllt aus dem Ofen, für Kuchen, zum Einmachen oder im Salat.

Unser Tipp: Butternuss-Kürbis kann geschält und in feine Streifen geschnitten auch roh gegessen werden. Besonders lecker schmeckt er so im Salat.

3. Feld- oder Halloweenkürbis

Zum Schnitzen und Aushöhlen für den typischen Halloweenkürbis eignet sich am besten der Feldkürbis. Diese Kürbissorte ist leuchtend orange, quasi kugelrund, groß und äußerst stabil. Sein Fruchtfleisch ist zwar nicht ungenießbar, allerdings recht faserig und lädt nicht unbedingt zum Essen ein. Dafür lassen sich aber seine Kerne ausgesprochen gut rösten.

Geeignet für: zum Schnitzen für dekorative Halloween-Kürbisse.

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4. Bischofsmützen

Die Bischofsmütze ist eine der dekorativsten Kürbissorten – mittelgroß, rund, aber eher flach mit einem mützenartigen „Aufsatz“. Meist sind Bischofsmützen orange, grün und weiß gesprenkelt oder gemustert. Da sie optisch etwas an die typische orientalische Kopfbedeckung erinnern, werden sie auch Türkenturban genannt. Der Turbankürbis ist aber nicht nur dekorativ, sondern durchaus zum Verzehr geeignet. Sein gelb-oranges Fruchtfleisch ist mild im Geschmack, leicht mehlig und herrlich nussig. Die hübsche Schale sollte allerdings nicht mitgegessen werden.

Geeignet für: zum Füllen und Garen im Ofen.

5. Spaghetti-Kürbis

Spaghetti-Kürbis (c)Africa Studio/Shutterstock/BVEO

Nomen est Omen: Länglich, eher klein, mit einer gelblich beigen Schale und fadenartigem Fruchtfleisch ist der Spaghetti-Kürbis tatsächlich eine echte Pasta-Alternative. Nach dem Kochen lässt sich sein Fruchtfleisch ganz einfach in dünne, „Spaghetti“ zerteilen. Dafür wird zunächst die Schale mehrfach eingestochen und dann der Kürbis im Ganzen gegart – pro Kilo etwa 10 Minuten. Danach lassen sich mit einer Gabel die „Spaghetti“ herausziehen. Das Ganze dann wie Pasta mit einer Sauce servieren.

Geeignet für: als Low-Carb-Alternative zu herkömmlichen Nudeln.

6. Muskat-Kürbis

Muskatkürbis_(c)BVEO

Der Muskat-Kürbis ist vor allem eins: ergiebig. Das grüne oder auch bräunlich-orange Schwergewicht bringt problemlos 20 Kilo und mehr auf die Waage. Das spiegelt sich auch in seiner ausufernden, rundlich-flach, gerippten Form wider. Wie sein birnenförmiger Verwandter Butternut gehört er zu den Moschus-Kürbissen. Der Muskat-Kürbis ist ein hervorragender, universell einsetzbarer Speisekürbis mit leuchtend orangem Fruchtfleisch und einem leicht süß-säuerlichen Geschmack mit dezenter Muskatnote. Die dicke und auch recht harte Schale kann zwar mitgegessen werden, braucht aber relativ lange bis sie weich wird. Das etwas mühsame Schälen ist also durchaus lohnenswert

Geeignet für: Roh macht sich Muskatkürbis hervorragend in Salaten, gekocht eignet er sich vorzüglich für die Zubereitung von Süßspeisen, Chutneys, Kürbissuppe, Püree oder zum Backen.

7. Gorgonzola-Kürbis

Gorgonzola-Kürbis (c)shutterstock/Thomas Klee/BVEO

Der bildhübsche, grün-gelb gesprenkelte Gorgonzola-Kürbis bringt nur etwa 1 Kilo auf die Waage und ist im Vergleich zum Muskat-Kürbis ein regelrechter Winzling. Nicht zuletzt deshalb erinnert er optisch an einen Zierkürbiss, ist – ganz im Gegenteil! – aber hervorragend essbar. Dazu kommt, dass er lagerfähig ist – bis zu fünf Monaten. Ähnlich wie der Spaghetti-Kürbis hat der Gorgonzola-Kürbis eine faserige Konsistenz. Anders als sein Name vermuten ließe, weist der fruchtig-milde Kürbis keinerlei Käse-Aromen, sondern eher einen Hauch von Süßkartoffel- Aroma auf. Die Schale ist nicht zwar nicht essbar, aber als Gefäß nutzbar.

Geeignet für: Alle Rezepte, in denen ein Kürbis gefüllt und im Ofen gegart werden soll.

8. Baby Bear

Klein (ca. 10 cm Durchmesser), rund, mit dunkeloranger, gerippter Schale und gelbem Fruchtfleisch, macht der Winterkürbis seinem Namen alle Ehre. Selbst zum Schnitzen ist der Baby Bear geeignet. Mit einem Gewicht zwischen 500 und 800 Gramm hat er die perfekte Größe für kleine Haushalte und ist ein schmackhafter Akteur in Suppen, Püree und Kuchen. Allerdings ist die Schale sehr hart. Man hat also die Qual der Wahl: schälen oder Fruchtfleisch herausholen. Dafür wird man aber mit einem herrlich süßlichen Geschmack belohnt.

Geeignet für: Suppen, als Püree, zum Backen und Schnitzen.

9. Buttercup

Er bringt Farbe auf den Teller! Der Buttercup mit seiner dunkelgrünen Schale und dem orangefarbenen Fruchtfleisch ist ein eher kleiner, rundlich-flacher Kürbis mit einem niedlichen, mützenartigen Aufsatz. Leider ist seine Schale sehr hart. Es ist deshalb einfacher, ihn ohne Schale zu essen.

Geeignet für: zum Füllen, Backen oder für Aufläufe.

10. Roter und Gelber Zentner

GelberZentner (c) shutterstock/Elliotte Rusty Harold/BVEO

Die sehr dekorativen Riesenkürbisse, auch Riesenzentner genannt, bringen gut und gerne mal 20 bis 50 Kilo auf die Waage. Früher wurden die farbenfrohen, roten beziehungsweise gelb-orangen Riesen meist als Tierfutter verwendet. Allerdings sind sie weit mehr als das. Ihr Fruchtfleisch ist leicht süßlich und eher wässrig.

Geeignet für: Kürbisgemüse, Marmelade, Kürbispüree, -suppe oder als Beilage.

11. Patisson

Patisson (c)shutterstock/Tivanova/BVEO

Klein, flach und deshalb auch UFO-Kürbis genannt, hat der Patisson mit einer Größe von 10 bis 25 cm Durchmesser ausgesprochen backofenfreundliche Abmessungen. Es gibt ihn in Gelb, Weiß, Grün und manchmal auch zweifarbig und nicht nur die Schale kann mitgegessen werden.

Geeignet für: zum Befüllen oder zum Garen aus dem Ofen, sehr kleine Exemplare schmecken auch roh im Salat.

 

12. Langer von Neapel (Lunga di Napoli)

Der Lange von Neapel ist, ganz wie sein Name verspricht, ein Stangenkürbis. Er ist grün, hat kaum Kerne, festes, orangefarbenes Fruchtfleisch und eine enorme Größe. Mit gut und gerne mal 10 bis 25 Kilo Gewicht, eignet er sich am besten für Großfamilien, Feste oder den Einsatz in der Gastronomie.

Geeignet für: vegetarisches Schnitzel, zum Braten im Backofen, für Suppen, Gratins, Chutneys, Kuchen und Konfitüre.

13. Französische Beere

Auch die Französische Beere ist ein grüner Stangenkürbis, allerdings mit einem Gewicht von nur 2 bis 4 Kilo wesentlich handlicher. Genau wie der Lunga di Napoli hat er nur wenig Kerne und ein kräftig oranges, schönes Fruchtfleisch. Das macht ihn zu einem exzellenten “Allrounder” in der Küche. Erleichternd hinzu kommt, dass sich die glatte – nicht essbare – Schale leicht mit einem Sparschäler entfernen lässt.

Geeignet für: Kürbisspeisen aller Art – von herzhaft bis süß.

14. Sweet Dumpling

SweetDumpling (c)shutterstock/MelanieHobson/BVEO

Der Sweet Dumpling ist einer der dekorativsten Winterkürbisse. Er ist klein, gerippt, hat grüne Streifen und eine grüne, gelbe oder orangefarbene – essbare! – Schale. Durchschnittlich bringt er nur 300 bis 600 Gramm auf die Waage, was ihn auch für kleine Haushalte interessant macht. Sein hellgelbes Fruchtfleisch ist süß mit feinen Muskat- und Maronen-Aromen.

Geeignet für: viele verschiedene Kürbisgerichte. er kann roh im Salat gegessen werden, aber auch wie Kartoffeln in der Pfanne gebraten werden. Ebenso schmeckt er gefüllt aus dem Ofen, als Suppe, Püree oder als Puffer.

15. Moschuskürbis

Moschuskürbisse gelten insgesamt als besonders feine Kürbisse. Es gibt sie in einem breiten Farbspektrum von orange über gelb bis grün. Sie haben ein dunkelgelbes bis leuchtend orangefarbenes Fruchtfleisch und wegen ihrer intensiv nussigen Geschmacksnote viele Fans. Je länger sie gelagert werden, desto intensiver werden Geschmack und Farbe des kernarmen und sehr ergiebigen Moschuskürbis. Seine Schale ist glatt, weich und kann mitgegessen werden. Auch der Butternut und der Muskatkürbis sind übrigens Angehörige dieser Kürbisfamilie.

Geeignet für: viele verschiedene Kürbisspeisen – von Suppe bis Ragout.